Über die Pflegebranche bekommen wir in den Medien viel zu hören – der Eindruck, der nach der Berichterstattung bleibt, ist häufig negativ. Kein Wunder bei den Schlagworten wie geringe Bezahlung, hohe Belastung und zu wenig Personal. Doch ist das wirklich alles? Wo ist das Positive?

Besonders förderlich für die Nachwuchsgewinnung ist das negative Ansehen der Pflegebranche nicht. Zum Glück gibt es mittlerweile viele Personen in den sozialen Medien, die ihre Stimme dafür nutzen, zu zeigen, wie schön der Beruf einer Pflegekraft eigentlich sein kann. Eine Imagewende also dank Social Media?

Wie Sie mit Instagram, Facebook und Co. mehr Nachwuchskräfte und neue Mitarbeiter:innen gewinnen und zu einem besseren öffentlichen Ansehen beitragen, zeigen wir Ihnen jetzt.

Zahlen, Daten, Fakten: Der aktuelle Stand in der Pflege

 Rückblick 2019:

  • 2019 haben 71.300 eine Ausbildung in einem Pflegeberuf begonnen. Das waren 8,2 % mehr als im Jahr 2018.
  • Die Zahl der Menschen mit abgeschlossener Ausbildung im Pflegebereich wuchs seit 2009 um 25 %.
  • Auch immer mehr Männer fanden ihren Platz in der Pflege, hier stieg der Prozentsatz leicht an – von 19 % auf 25 % innerhalb von zehn Jahren.

Aktuelle Zahlen:

  • Ein Rückblick auf das Jahr 2021 zeigt, dass 56.300 Menschen eine Ausbildung als Pflegefachkraft begonnen haben. Das sind 5% mehr als im Jahr 2020.
  • Der Bedarf an Pflegekräften wird in den kommenden Jahren allerdings imens steigen, denn auch die Lebenserwartung der Menschen verschiebt sich immer weiter noch oben.
Pflegekräfte Bedarf Statistik

Instagram in der Pflege: Die Bedeutung von Instagram für die Pflegebranche

Durch die Berichterstattung der vergangenen Jahre ist der Ruf der Pflegebranchen eher schlecht als recht. Und das ist mehr als problematisch, wenn man nach neuen Nachwuchskräften sucht. Eine Plattform, wie Instagram bieten Pflegeeinrichtungen die Möglichkeit diesem Bild entgegenzuwirken. Doch wie genau schaffen Sie das?

Eine junge Zielgruppe mit Instagram erreichen. Eines der großen Ziele der Pflege ist es, die junge nachkommende Generation auf diese Berufssparte aufmerksam zu machen. Es gilt, von der Attraktivität des Pflegeberufes zu überzeugen. Wie Sie sich denken können, leben wir inzwischen in Zeiten, in denen Sie die jungen Menschen und Berufseinsteiger:innen nicht mehr über Artikel in der Tageszeitung ansprechen können. Viel leichter hingegen ist die Kommunikation über die sozialen Medien – mit Instagram geht dies besonder gut.

Mit Instagram auf offene Jobs hinweisen. Eine Plattform, wie Instagram kann nützlich sein, um Ihre Stellenanzeigen zu veröffentlichen und aktiv auf Ihre Pflegeeinrichtung aufmerksam zu machen. Ein ausschlaggebender Punkt für den Erfolg dieser veröffentlichten Stellenanzeige ist allerdings nicht nur die Veröffentlichung selbst, sondern die richtige Bewerbung mithilfe von etwas Werbebudget.

 

Online präsent sein: Instagram-Profil für die Pflegeeinrichtung anlegen

Sie möchten anfangen? Dann brauchen Sie zunächst ein Instagram Profil – sofern Sie noch keins haben. Ein Profil anzulegen ist in wenigen Minuten erledigt.

  • Schritt 1: Klären Sie vorab, wer für den Instagram Account verantwortlich ist, und wähle einen Personenkreis aus, die sich um die Erstellung der Inhalte kümmert.  Wenn diese Rollen nicht geklärt sind, kann es schnell zu Unmut kommen.
  • Schritt 2: Richten Sie den Account mit der ausgewählten E-Mail-Adresse ein. Die Registrierung können Sie über diesen Link ganz einfach angehen.
  • Schritt 3: Hinterlegen Sie ein Profilbild und fügen Sie einen kurzen Beschreibungstext hinzu. Eine ausführliche Anleitung zum Einrichten Ihres Instagram-Profils finden Sie hier.
  • Schritt 4: Erstellen Sie einen Redaktionsplan und planen Sie Ihre Beiträge mindestens für die nächsten zwei Wochen vor. Das gibt Ihnen Sicherheit, wenn Sie gerade mal keine Idee für ein Beitrag haben und sorgt für eine regelmäßige Veröffentlichung von Inhalten.
  • Schritt 5: Veröffentlichen Sie Ihren ersten Beitrag und fangen Sie Schritt für Schritt an dazuzulernen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Lassen Sie sich einige Wochen Zeit und reflektieren Sie, welche Beiträge besonders gut und welche weniger gut liefen. Daran können Sie ableiten, welche Beiträge Sie zukünftig vermehrt veröffentlichen sollten.

Aufklärung und authentische Einblicke in den Pflegealltag: Pflegeinfluencer

Der größte Vorteil, den Pflegeheime und Pflegedienste von Instagram haben, ist noch gar nicht gefallen.

Und zwar ist es die Zusammenarbeit mit Corporate Influencern.

Um grundlegend zu verstehen, was ein:e Influencer:in eigentlich ist, hier eine Definiton: Eine:e Influencer:in ist eine Person, die andere Personen durch ihre Meinung oder durch Taten beeinflusst. Meistens wird der Begriff im Zusammenhang mit den sozialen Medien, wie Instagram, genutzt. Sogenannte Influencer:innen zeichnen sich dadurch aus, dass sie relevante Reichweiten in ihren (Nischen)- Bereichen haben, unter anderem in der Pflege.

Nicht falsch verstehen, natürlich ist es sinnvoll, dass Ihre Pflegeeinrichtung auch einen eigenes Instagram-Profil hat, dort aktiv ist und über Neuigkeiten berichtet. Doch in manchen Fällen sollte über eine Kommunikation mit Influencer:innen nachgedacht werden. Dabei haben wir jedoch nicht die großen Netzberühmtheiten vor Augen. Vielmehr geht es um authentische und nahbare Kommunikation, die den:die Arbeitgeber:in zum absoluten Wunscharbeitgeber:in macht. Das gelingt besonders gut mit Corporate Influencern.

Corporate Infleuncer sind Mitarbeiter:innen aus Ihrer Pflegeinrichtung, die eine gewisse Affinität gegenüber Social Media mitbringen und bereit sind, über ihren beruflichen Alltag zu sprechen. Sie geben der Zielgruppe einen direkten Einblick, werfen ein Blick hinter die Kulissen und können auch auftauchende Fragen der Zielgruppe schnell und kompetent beantworten.

Der ganz große Vorteil? Was Pflegeeinrichtungen jetzt brauchen, ist Vertrauen. Dafür müssen sie aber auch ein Stück bereit sein, ihr eigenes Unternehmen in der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Inzwischen gibt es einige Influencer:innen im Pflegebereich. In vielen Fällen sind Pflegeinfluencer:innen aus eigener Motivation heraus aktiv und stehen dabei nicht im Zusammenhang zu ihrer:m Arbeitgeber:in. Das ist schade, denn ein:e hauseigene:r Influencer:in ist für eine Einrichtung ein echter Gewinn für die Außenwirkung, die Mitarbeitergewinnung und rückt das Bild der Pflege in das richtige Licht.

Anders ist es bei den Corporate Influencern. Diese arbeiten mit der Pflegeeinrichtungen Hand in Hand zusammen und können so eine größtmögliche Sichtbarkeit generieren. Dafür braucht es nicht mal eine komplizierte Strategie.

Da Pflegeinfluencer:innen eine immer größere Rolle in der Branche spielen und die Reichweite und der Einfluss nicht zu unterschätzen sind, empfiehlt es sich, sich als Unternehmen darauf einzulassen. Entweder in dem selbst ein Influencer:innen Programm auf die Beine gestellt wird, oder in dem Mitarbeiter:innen gefördert werden, die diesen Weg bereits gehen.

Alles schön und gut, aber Ihnen fehlt ein Beispiel, um sich besser in das Thema eindenken zu können? Dann schauen Sie doch mal bei diesen drei Pflegeinfluencer:innen vorbei:

Pflegeinfluencer Beispiel aus der Praxis

Jim ist vor allen Dingen durch seinen TikTok Account bekannt, aber auch auf Instagram ist er sehr erfolgreich. Zu finden ist er unter dem Namen derjim_official.

Pflegeinfluencer Beispiele aus der Praxis

Auch SchwesterVanny ist auf TikTok und Instagram präsent und veröffentlicht regelmäßig lustige und aufklärende Videos über den Pflegealltag.

Pflegeinfluencer Beispiele aus der Praxis

Zum Schluss folgt Franzi von „Thefabulousfranzi“, die inzwischen nicht nur sehr erfolgreich in den sozialen Medien ist, sondern generell eine hohe Medienpräsenz hat. Hier solltest Du unbedingt mal vorbeischauen.

Große Reichweite online: Pflege Hashtags auf Instagram nutzen

Den Begriff Hashtag haben inzwischen selbst viele Menschen, die nicht tagtäglich in den sozialen Medien unterwegs sind, aufgeschnappt. Aber warum sind diese eigentlich so relevant?

Immer wieder gibt es virale Hashtags, also Hashtags, die eine überdurchschnittliche Aufmerksamkeit bekommen. Das ist gut, denn diese bringen Aufmerksamkeit für ein Thema und bündeln unterschiedlichste Beiträge dazu unter einem Stichpunkt.

Ein gutes Beispiel dafür ist der Hashtag #bleibtzuhause der von Jenifer Damith am Anfang der Corona-Pandemie ins Leben gerufen wurde. Hintergrund des Hashtags war ein Beitrag, auf welchem Jenifer und ein Kollege dazu aufriefen zu Hause zu bleiben, während sich die Pflege um die Patent:innen kümmern. Der Hashtag wurde von vielen Einrichtungen verwendet und bekam eine große mediale Aufmerksamkeit.

Aber auch allgemeinere Hashtags, wie #pflege, #pflegekräfte oder #pflegenotstand werden von Einrichtungen und Pflegeinfluencer:innen verwendet, um mehr Reichweite zu bekommen und Sichtbarkeit zu schaffen.

Direkt in den Austausch gehen: Pflege-Netzwerk online aufbauen

Ein Effekt tritt neben dem verbesserten Image, mehr Reichweite und der Sichtbarkeit von Menschen außerhalb in jedem Fall ein: Die Vernetzung verschiedener Pflegebranchen und unterschiedlichster Einrichtungen.

Dieser Austausch tut nicht nur gut, sondern gibt auch Einblicke in die Organisationsstrukturen anderer Unternehmen. Welche Probleme haben andere auch und welche Lösungen haben sie geschaffen? Durch einen Austausch und ein breites Netzwerk fällt vieles leichter. Auch, wenn es nur die Zuversicht für eine bessere Zukunft ist.

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