Diese Gefahren lauern auf Unternehmen in Social Media

Warum Soziale Medien nichts für nebenbei sind

Social Media bergen für Unternehmen nicht nur viele Möglichkeiten, sondern auch einige Gefahren. Die beiden größten Gefahren liegen dabei in (1) Imageverlusten durch die Veröffentlichung unzutreffender oder bewusst falscher Informationen — sowohl durch das Unternehmen selbst, wie auch durch (unzufriedene) Kunden, (ehemalige) Mitarbeiter oder Wettbewerber — und in (2) Urheberrechtsverletzungen.

Das Internet vergisst nicht (so schnell)

Es ist der allgemeine Kontrollverlust über alles, was im Internet veröffentlicht wird. Vieles kann zudem nicht wieder einfach so gelöscht werden, vor allem, wenn es bereits weiter verbreitet wurde. Ist ein Post oder Kommentar erst einmal publiziert, unterliegt er nicht mehr oder zumindest kaum noch der Kontrolle des Absenders. Dabei kann der Post im positiven Sinne viral gehen oder im schlimmsten anzunehmenden Fall zum gewaltigen Shitstorm für das Unternehmen werden. Daher ist ein gutes Social Media-Monitoring Pflicht für jedes Unternehmen. Nur so lässt sich der Kontrollverlust durch schnelle Reaktionen, d. h. Gegenmaßnahmen eindämmen. Schließlich möchte kein Unternehmen mit rufschädigenden Informationen im Netz gefunden werden.

Wann die Abmahnung droht

Die Verletzung von Urheberrechten und Persönlichkeitsrechten ist schnell geschehen. Ein im Internet gefundenes Video oder ein Foto von der letzten Firmenfeier — das Potential, in solche Rechtsfallen zu tappen, ist groß. Fällt es dem Urheber auf oder jemandem, der Ihnen einfach nur eins auswischen will, drohnt die Abmahnung. Tatsächlich ist es bei Bildmaterial besonders wichtig, genau in die Lizenzbedingungen zu schauen. Auch bei Fotos von Kunden, Mitarbeitern oder auch einfach Besuchern Ihres Messestandes eröffnet sich ein gewaltiges Konfliktpotential. Besser, Sie holen sich das schriftliche Einverständnis, dass und zu welchem Zweck Sie die Fotos machen.

Natürlich kann auch Musik urheberrechtlich geschützt sein. Wenn Sie also Ihr selbst gedrehtes Video mit Musik untermalen wollen, sollten Sie hier besonders aufpassen. Im besten Fall wird Ihr Video nur gesperrt.

Mittlerweile hat es sich herumgesprochen, dass auch für von Unternehmen genutzte Social Media-Profile eine Impressumspflicht besteht. Trotzdem darf es in keiner Übersicht der größten Gefahren, die auf Unternehmen beim Umgang mit Social Media lauern, fehlen. Kontrollieren Sie am besten gleich noch mal, ob Sie wirklich überall den Link zum Impressum hinterlegt haben.

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste … und Wissen!

Die Liste der möglichen Risiken ist lang und die drei größten Fallstricke, die Unternehmen in Social Media drohen, haben wir Ihnen hier aufgelistet. Unser Pro-Tipp lautet daher: informieren Sie sich umfassend und holen Sie sich ggf. einen Partner ins Boot, der sich auskennt.

Social Media bergen Chancen und Risiken. Wir zeigen Ihnen den einfachen Weg, die Risiken zu vermeiden und Ihre Chancen optimal zu nutzen.

Tipps:

  • Kontinuierlich die Aktivität — Postings wie Kommentare— Ihrer eigenen Kanäle im Blick behalten und ggf. ab und zu auch einfach mal nach dem schauen, was andere über Sie schreiben.
  • Die Nutzungsrechte von Medien wie Bildern, Videos und Musik eingehend prüfen und sicherstellen, dass Sie für Ihre Zwecke verwendet werden dürfen. Was Musik angeht, so bieten manche Plattformen direkt frei verwendbare Stücke an (z. B. die Facebook Sound Collection).
  • Achten Sie auf die Einhaltung der Impressumspflicht. Hinterlegen Sie Ihren Link zum Impressum bei Facebook im eigens dafür vorgesehenen Feld und verwenden Sie bei anderen Plattformen, wie Twitter oder Instagramm, dafür z. B. die Biografie.

Nur wer Bescheid weiß oder einen guten Lotsen hat, kann die Untiefen erfolgreich umschiffen und so das meiste aus Social Media für das Unternehmen herausholen.

Foto von Sebastian auf Unsplash

Dr. Marc Oliver Orth

Dr. Marc Oliver Orth

Senior Business Development Manager bei der Schlüterschen mit den Schwerpunkten Online-Vermarktung, Web-Technologien, Wissenstransfer sowie Illustration und Visualisierung.

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